Im Mai 2006 kam meine zukünftige Frau Svenja auf die Idee auch mit dem Fliegen anzufangen. Ihr wurde es auf Dauer zu langweilig mich immer nur auf den Platz zu begleiten, ohne ein eigenes Modell dabei zu haben. Also ist Ihr nichts besseres eingefallen, als mich solange zu nerven, bis ich Ihr ein eigenes Modell samt Fernsteuerung besorgte. Bestellt wurde dann ein Taxi Cup II mit einem OS MAX 46 FX von Graupner. Als RC-Anlage bekam Sie eine Futaba T4-EX. Diese Anlage kam gerade als Neuheit 2006 von Robbe auf den Markt. Ein wirklich genialer kleiner Anfänger Computer-Handsender, der auf dem freien Markt gerade so an der 100€ Marke, incl. Empfänger und drei standard Servos, kratzt. Bestellt wurde das komplette "rundum sorglos Paket" bei Andreas Engel Modellbau.
Am Samstag den 28.05.2006 kam dann die von Svenja ersehnte Bestellung bei uns an. Da war die Freude groß hier im Haus! ;-). Natürlich wurde sofort alles ausgepackt und begutachtet. Hier kommen die ersten Bilder vom Taxi.
Das Futaba T4 EX Komplett - Set beinhaltet einen Empfänger R136F und 3 Servos S 3003 |
Hier der Sender mal in einer Nahaufnahme. Für das geforderte Geld ein super Teil! |
So kommt das Taxi Cup II beim Kunden an. Alles ist sehr sauber verpackt |
Und so sieht der Inhalt des Kartons auf dem Bautisch ausgebreitet aus ;-) |
In dem Kleinteilebeutel ist wirklich alles enthalten, was zur Fertigstellung benötigt wird |
O.S. Max 46 FXi im Karton... |
... und aus der Verpackung befreit |
Der Rumpf direkt aus der Verpackung. Da bleibt nicht mehr viel zu machen |
Auch die Führungs- röhrchen für die Hohen und Seitenruder- gestänge sind schon drinn. |
Die Flächen- verschraubung im Detail |
Jetzt sollte es dann mit dem "Taxibau" losgehen. Aber da gibt es leider nicht viel zu bauen. Alles ist schon fast fertig im Baukasten enthalten. Eben genau richtig für "blutige" Anfänger. Es muss nicht wirklich viel geklebt werden. Was bleibt also übrig? Höhen und Seitenruder einkleben und die beiden Flächenhälften verkleben. Damit haben wir dann auch begonnen. Als erstes haben wir die Flächen mit der Flächenverstärkung zusammen geklebt. Dafür haben wir, mit Baumwollflocken angedicktes 24h Harz genommen. Zuerst wurde der Schacht der Flächenverstärkung dick mit dem Harzgemisch gefüllt. Anschliesend die Flächenverstärkung in den Schacht geschoben, sodaß das überschüssige Harz heraus kam. Damit wurden dann beide Wurzelrippen eingestrichen. Jetzt wurden die Flächenhälften zusammen gesteckt und an jedem Randbogen um 25mm, für die spätere V Form, unterlegt. Nun ging es direkt mit dem einbau des Höhen und Seitenruders weiter. Dafür musste am Rumpfheck die Bügelfolie, an entsprechender Stelle, entfernt werden. Jetzt konnte das Höhenruder probehalber eingeschoben und ausgerichtet werden. Dann wurde die Position des Ruders im Rumpf auf dieses übertragen und das Ruder wieder aus dem Rumpf genommen. Jetzt konnte die Folie, entlang der Anzeichnung, vom Ruder entfernt werden und dieses anschließend in den Rumpf geklebt werden. Die geschah dann mit Weißleim. Gleichzeitig wurden die gleichen Arbeitsschritte auch am Seitenruder vorgenommen. So konnte alles zusammen in den Rumpf geklebt werden.
Seitenruder im Lieferzustand |
Eine Fläche im Lieferzustand |
Hier wurde der Flächen- verbinder probehalber eingesteckt |
Das Rumpfheck mit der entfernten Folie für die Ruder |
Entfernte Folie am Höhenruder... |
...eingeklebtes Höhenruder |
Entfernte Folie am Seitenruder... |
...eingeklebtes Seitenruder |
Als nächstes sollte der Motor eingebaut werden. Der dazu dienende Motorträger war auch schon Herstellerseitig montiert. Trotzdem entfernten wir alle Schrauben und setzten diese neu mit Loctite ein. Der Motor sollte, laut Bauanleitung, mit 4 "Blechschrauben" auf eben diesen montiert werden. Das war aber nicht in meinem Sinn. Also wurden ordentliche Löcher 3,2mm Löcher in den Träger gebohrt und anschließend ein M4 Gewinde geschnitten. Jetzt konnte der Motor mit vier M4X20 Schrauben und etwas Loctite auf dem Träger platznehmen.
Der Werksmäßig montierte Motorträger |
So sitzt der Motor am Modell |
Die im Text erwähnten Schrauben |
Nun ging es daran, dass Fahrwerk zu montieren. Aber auch hier gibt es nicht viel zu sagen. Das Fahrwerk ist schon gebohrt, die Einschlagmuttern schon im Rumpf. Was bleibt zu tun? Nur das Fahrwerk mit vier Schrauben am Rumpf zu befestigen. Auch hier wurden die Schrauben mit etwas Loctite eingedreht. Anschließend wurden die Radachsen, Radschuhe und Räder montiert.
Das Fahrwerk sitzt |
Hier mal in der Übersicht mit Motor |
Die verschraubte Radachse |
Und das fertige "Projekt" |
| Er fand die ganze Sache eher zum einschlafen. Mein Labrador Rüde "Aramis" |
Jetzt kam der Einbau des Querruderservos an die Reihe. Hierzu musste lediglich wieder ein stück Folie von der Unterseite der Fläche entfernt werden, wo dann der Verstärkungsrahmen aus Sperrholz aufgeklebt wurde. Anschließend noch den Servoausschnitt etwas mit der Feile bearbeiten, sodaß das Servo auch platz nehmen kann. Als Servo kommt hier ein völliges "Oversized" Servo zum Einsatz. Aber dieses Futaba S9250 Digitalservo hatte ich noch neu und unbenutzt in der Schublade liegen. Warum also ein neues Standardservo kaufen, wenn noch genug Servo in der Schublade liegen? Die Anlenkungsteile wurden hier, wie auch überall sonst am Taxi, aus dem Bausatz verwendet. Diese Kunststoffteile sind absolut ausreichend für ein Trainermodell wie dieses.
Die Sperrholz- verstärkung |
Futaba S9250 digital als Querruder- servo |
Die Anlenkung am Servoarm... |
...und an den Querruder- gestängen |
Als nächstes sollte jetzt der Rumpf fertig gestellt werden. Hier bleibt dem Erbauer auch nur das einschrauben der Servo, installation des Empfängers und natürlich die Anlenkung von Höhenruder, Seitenruder und Motordrossel. Alles eigentlich keine große Tat. Der Ein - Aus Schalter sollte laut Bauanleitung im Servobrett platz nehmen und mittels Stahldraht durch die Rumpfwand geschaltet werden. Dieses wurde aber nicht so übernommen. Wir bauten uns den Schalter in die Rumpfwand. Sonst wurde aber auch hier nichts großartig anders gemacht, als die Bauanleitung es vorsah. Der Empfänger wurde mittels Klettband aus dem KFZ Zubehör, direkt auf dem Rumpfboden befestigt.
Die drei Servos für Höhe, Seite und Motor |
So sieht alles fertig angelenkt aus |
Der Futaba R136F sitzt gut zugänglich auf dem Rumpfboden |
Die geänderte Schalter- position von innen... |
...und hier von außen |
Jetzt mussten noch die Anlenkungen an die Ruder geschraubt werden, sowie das angelenkte Heckfahrwerk installiert werden. Auch hier wurden wieder alle Teile aus dem Baukasten verwendet.
Eine Seite der Höhenruder- anlenkung |
Und hier die andere Seite samt Heckfahrwerk |
Nun wurde der Tank im Rumpf platziert. Dieser ist auch ein Fertigteil. Alle Anschlüße sind bereits im Tankverschluß installiert. Es bleibt lediglich den Tankverschluß in die Tankflasche zu stecken und fest zu schrauben. Für die Durchführung der Schläuche in Richtung Motor, ist schon ein großes Loch im Motorspant vorhanden. Also auch hier kein großes Hindernis. Zum Be- und Enttanken, fertigten wir uns, aus einem Reststück Sperrholz, einen kleinen Halter, in den ein Tanknippel eingeklebt wurde. Dieser steht nach dem aufstecken der Motorhaube etwas heraus, sodaß man leicht an diesen herran kommt um das Modell zu betanken. Von Schläuchen die unten aus dem modell herraushängen zum Tanken halte ich nicht besonders viel. Deshalb wurde das so gelöst. Für die Verstellung der Düsenadel, erhielt diese eine kleine Verlängerung aus einen 1,5mm Stahldraht. Dieser lugt ca 5mm aus der Motorhaube hervor. So kann man schön den Motor nachjustieren, ohne die Motorhaube entfernen zu müssen. Von unten erhielt die Haube eine große Öffnung für den Schalldämpfer und zur Abfuhr der warmen Motorluft.
So sitzt der Tank in der Rumpfschnautze. Unter diesen kommt später noch der Empfängerakku |
Durch die "Verglasung" des Rumpfes hat man immer einen guten Überblick über den Füllstand des Tanks |
Hier kommen die Schläuche aus dem dunkel des Rumpfes zum vorschein |
Der angesprochene Halter für den Tanknippel |
So sieht das dann mit montierter Haube aus |
Hier erkennt man die Verlängerung der Düsenadel- verstellung |
Der Serien- schalldämpfer des O.S. 46 FXi der in seinem inneren leicht verändert wurde. ;-) |
Hier kommen ein paar Bilder vom fertigen TAXI Cup II kurz vor dem Erstflug am 05.06.2006.
Diese Bilder brauchen eigentlich keinen Kommentar. Deshalb lasse ich sie einfach mal so stehen.
Technische Daten:
| Spannweite: | ca. 1600mm |
| Länge: | ca. 1240mm |
| Gewicht: | 2480 Gramm |
| Motor: | O.S. 46 FXi mit Serienschalldämpfer |
| Empfängerakku: | 4 Zellen Sanyo 2500mAh Baugröße "AA" |
| Servos: | Futaba |
| Empfänger: | Futaba |
| Sender: | Futaba |
| Sprit: | Topsprit mit 3% Nitro, 15% Synth. Öl, 82 % Methanol |



















































