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Hier seht Ihr wie meine erste Giles G-300, Version 2006, von Engel Modellbau entstanden ist.

Nachdem ich >>HIER<< schon den kompletten Bau meiner Vorserien-Giles, mit Wort und Bild, dokumentiert habe, werde ich mich hier ein wenig einschränken. Im großen und ganzen wird der Aufbau ähnlich erfolgen. Jedoch möchte ich hier nicht die vielen Änderungen von der Vorserie bis hin zu meiner jetzigen Version verschweigen. So ist z.B. der Aufbau der Flächen grundlegend verbessert worden. Auch die Leitwerke sind stark verändert in ihrem Aufbau. Bei den Flächen kommt jetzt ein einzelner Holm, der in einer Form erstellt wird, zur Anwendung. Die Aufnahme für das Steckungsrohr sitzt jetzt direkt im Holm. Diese ganze Einheit wirkt später als doppel T Träger. An den Stellen der Flächen wo die Stützrippen sitzen, ist nun auch ein CFK Band eingelegt. So können sich die Rippen später nicht auf der Flächen Ober und Unterseite "abzeichnen". Im Bereich der Nasenleite wurde auch ein zusätzliches CFK Band eingelegt. So wird die Fläche im vorderen Bereich sehr Druckfest. Der Übergang zum Rumpf wurde auch noch mit CFK verstärkt, da die Wurzelrippe etwas nach hinten versetzt in den Flächen sitzt. So wurde auch dieser Bereich resistent gegen eindrücken oder "verknittern".

CFK soweit das Auge reicht.
Hier erkennt man das CFK Band im Nasenbereich
Servoeinbau in den perfekt gefräßten Rippen
Flächenunterseite mit bereits eingebauten Servos

Leider kommt die grelle Erscheinung des Gelb RAL 1018 auf diesem "Kellerfoto" nicht so gut rüber

Auch bei den Leitwerken wurde mit CFK nicht gegeizt. So sind hier alle Rippen im CFK Sandwich entstanden. Die Abschlußleisten der Ruder sind ebenfalls ein CFK Sandwich. Das alles bekommt man für einen Preis, für den es anderswo blankes Pappelspeerholz mit hammerschlag Klebenähten gibt. Überhaupt sucht die Verarbeitungsqualität derzeit wohl vergebens ihres gleichen.

Fertig montiertes Höhenruder
Die Steckung erfolgt jetzt über zwei 20mm Perunal Rohre
Unterseite mit montierten Servos
Auch hier besteht alles aus CFK Sandwichteilen
Oberseite des fertigen Ruders

Der Rumpf unterscheided sich auch stark von dem meiner ersten Giles G-300. Die "Serie 2006" hat nun einen kompletten AFK/CFK/GFK/Herex Rumpf. Die komplette Rumpfnase ist bis zum Kabinenhaubenbereich noch zusätzlich mit einem CFK/AFK Gewebe verstärkt. Sämtliche Fahrwerksteile sind mit einem CFK Nahtband verklebt. Alle bereits vom Hersteller eingebauten Spanten sind CFK Sandwichteile. Das Herex geht bei den Rümpfen beidseitig bis kurz vor die Naht und höhrt nicht mehrere Zentimeter vor dieser auf, wie es bei manch anderem Hersteller zu beobachten ist. Der Spalt an dem kein Herex liegt, ist gerade so groß, dass er von dem Kohlenahtband verdeckt wird. So sind diese Rümpfe extrem steif und haben keine weichen Stellen. Die Abschlußleiste zum Seitenruder ist bereits mit einem Nahtband und CFK Rovings eingeharzt. So sucht man auch hier wieder vergebens blankes, oder nur mit GFK beschichtetes Speerholz. Die Motorhaube erhielt eine Stützstoffeinlage aus 1mm Balsa. Dies ist leichter als 2mm Herex und verhindert ein Schwingen der Motorhaubenoberseite. So ist die Motorhaube, trotz ihrer Größe, sehr leicht und trotzdem sehr stabil.

So weit recht die CFK/AFK Verstärkung in den Rumpf
Aufnahme der Flächensteckung

Der Fahrwerksbereich Alles ist mit CFK Nahtband verklebt

Diese CFK-Herex Platte ist bereits eingeharzt
CFK-Herex Spanten machen den Rumpf noch steifer
Abschlußleiste mit Nahtband und CFK Rovings eingeharzt
Stützstoffeinlage aus 1mm Balsa
Die Schlitze zur Entlüftung der Haube
Damit steht wohl fest welches Triebwerk wieder zum Einsatz kommt

Die beiden Hitec HS 5745 sitzen, wie bei meiner ersten Giles auch, wieder im Rumpfheck. Ansonsten wurde der innere Aufbau generell geändert. Das Tankbrett welches dem Bausatz beiliegt, wurde komplett ausgenommen. Die Tankhalterungen sitzen jetzt direkt auf dem Steckungsrohr und sind mit dem ausgenommenen Serientankbrett verzapft. Unter den großen Öffnungen für die beiden Tanks, sind kleiner Öffnungen, welche die Smokepumpe aufnehmen können. Der Spant in denen das vordere Ende der Tanks liegt, besitzt jeweils zwei 5mm CFK Röhrchen, an denen die Gummis oder Kabelbinder zur Befestigung der Tanks angebracht werden können. Weiterhin versteift dieser Spant den Rumpf im Kabinenbereich. Die Tanküberläufe bestehen aus Alurohr. Das ist extrem leichter als die Überläufe komplett aus Tygonschlauch anzufertigen. Auch die Benzinleitung vom Tank zum Motor, oder die Smokeleitung von der Pumpe zu den Krümmern, werden aus Alurohr angefertigt. So wird nur sehr wenig, von dem doch recht schweren, Tygonschlauch gebraucht.

So sitzen die Seitenruderservos im Rumpfheck
Das ausgenommene Tankbrett
Die Seitenteile reichen bis über die Flächensteckung, wo später die Tankhalter eingreifen
Gesamtansicht der kompletten Tankhalterung
Hier sieht man die zwei 5mm CFK Röhrchen. Das längere Ende zeigt Richtung Motorspant

Der Motorspant wurde bei dieser neuen Giles nurnoch als Ringspant ausgeführt. Dafür erhielt er zwei weitere Abstützungen über den Ausschnitten für die Schalldämpfer. So ist der Ringspant mehr als ausreichend steif, aber trotzdem um 65 Gramm leichter als mit dem originalen Motorspant. Zusätzlich ist so der vordere Rumpfbereich sehr gut zugänglich geworden. Überhaupt ist, durch die komplette Spanten-Neukonstruktion, der vordere Rumpfbereich viel aufgeräumter und besser zugänglich, als bei meiner ersten Giles. Wenn mir nicht noch was anderes einfallen sollte, ist das jetzt die endgültige Version, in der ich auch meine nächste Giles erstellen werde. Die Luftaustritte im Rumpfboden wurden, von Innen, mit Aluminium-Fliegengitter verkleidet. Sieht "cool" aus, wie ich finde und hat den Vorteil, dass keine größeren Schmutzpartikel in den Rumpf gelangen können. Die Motoraufhängung hingegen ist die selbe, wie bei der ersten Version. Diese hat sich, im Betrieb, als sehr gut heraus gestellt.

Der zum Ringspant umgearbeitete Motorspant
So wurde der Ringspant seitlich abgestützt
Mit Alu-Fliegengitter verkleidete Luftöffnungen
Der neu gestalltete Rumpfinnenraum. Alles ist jetzt sehr gut zugänglich
So kommt man sehr gut an alle Einbauten
Motoraufhängung von Rechts...
... und von Links
Choke offen ...
... und zum Ansaugen geschlossen
Austritte der Schalldämpfer und der heißen Motorluft

Als nächstes kam jetzt die Elektronik zum Zuge. Eingesetzt wird in dieser Giles ein EMCOTEC DPSI RV sowie zwei EMCOTEC LongGo 3300mAh LiPos. Für die Zündung kommt noch ein EMCOTEC LongGo 1500mAh LiPo zum Einsatz. Als Empfänger kommt wieder ein Futaba R 149 DP ins Spiel. Eingebaut wurde alles auf dem bereits vom Hersteller eingeharzten Herex Sandwichbrett. Unter dem DPSI und den Akkus wurde dieses Brett ausgespart. Alle Kabel wurden gerade an den Rumpfseitenwänden verlegt. Befestigt wurden Sie alle 10cm mit einem Tropfen Silikon. Die Stabantenne bekam im Rumpf ein extra Brettchen, worauf sie montiert wurde. Im Austrittsloch der Antenne im Rumpfrücken, wurde diese noch mit einem stück Silikonschlauch geführt. So befestigt, bricht keine Stabantenne mehr im Sockel und es löst sich auch nicht mehr der Draht aus diesem. Besser aussehen tut es obendrein auch noch. Für meinen Geschmack jedenfalls. In die Motorhaube wurden noch die Luftführungen für den Motor installiert. Diese bestehen aus 3mm Balsa, welches mit CFK verschönert wurde. Weiterhin erhielt die Haube an ihren Seiten noch ein paar Schlitze. So gelangt die warme Motorluft noch besser ans freie.

Das im Text angesprochene extra Brett für die Stabantenne
Gut aufgeräumt sitzt alles an seinem Platz
Die Kabel zum Anschluß der Querruderservos
Motul 800 macht den Sprit schön rot
Die Luftführungen für den Motor
Seitliche Schlitze in der Motorhaube sorgen für eine gute Entlüftung
Hier einmal aus der Nähe
Letzter Rudercheck vor dem Erstflug
Alles passt saugend zusammen
Der Kabinenhauben- rahmen wurde auch noch ausgenommen

So, dass war in kurzen Zügen der Aufbau meiner zweiten Giles G-300. Wenn jemand noch eine Frage dazu haben sollte, kann er mich gerne per e-Mail kontaktieren. Weiterhin ist bei mir eine CD mit allen 123 Baubildern dieser Giles, im wmv. Format, zu erhalten. Diese CD läuft auf allen PCs. Auf wunsch kann auch eine VCD für den DVD Player erstellt werden. Kostenpunkt für die CD oder VCD, 10€ incl. Versand innerhalb von Deutschland.

Technische Daten:

Maßstab: 40% vom Original
Spannweite:
2880 mm
Länge:
2850 mm
Gewicht:
15.970 Gramm
Motor:
EVO 150 S
Schalldämpfer:
BMB 80mm XL
Luftschraube:
Engel Super Silence 28 X 14 Dreiblatt
Smokepumpe:
Engel Modellbau
Stromversorgung: Emcotec DPSI RV mit 2 Emcotec LongGo 3300mAh LiPo Akkus
Empfänger:
Futaba R 149 DP

 

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©2004, 2005 Olaf Sucker