Bei diesem Modell handelt es sich um die Competition Version des bekannten amerikanischen Kunstflugzeuges. Diese Version besteht aus einem GFK, CFK, AFK, Herex Rumpf, hohl geschnittenen Styro-Balsa Flächen, Styro-Balsa Leitwerken, voll CFK Motorhaube sowie Kabinenrahmen und Radschuhen. Front und Heckfahrwerk, Spinner sowie die Steckung des Höhenleitwerks, sind aus Sichtcarbon erstellt. Die Steckung der Tragflächen hingegen, wird von einem 50mm Perunal-Aluminiumrohr übernommen. Die Qualität des Bausatzes ist, wie bei FLY-FAN eigentlich üblich, als sehr gut zu bezeichnen. Alle Nähte sind sehr Dünn und kaum fühlbar. Von innen sind alle Nähte mit einem Carbonband verstärkt. Da ich meine eigenen Ideen und Vorstellungen beim Ausbau des Rumpfes einfliesen lassen wollte, wurde der Rumpf komplett ohne Spanten etc. geordert. Das macht natürlich mehr Arbeit und dauert auch länger, aber man hat was "eigenes" geschaffen, was so dann einmalig ist.

Die zu sehenden Spanten, sind gerade aus der Presse entnommen und alle Öffnungen wurden von Gewebe befreit. Das Folientrennmittel ist noch nicht entfernt. Deshalb noch an manchen Stellen gut zu erkennen und das CFK "glänzt" noch nicht richtig. Das tut der Sache aber keinen Abbruch. Man kann, so denke ich, trotzdem alles wichtige erkennen.

Der Spant zur Aufnahme des Fahrwerks
Dämpferspant und hintere Abstützung des Fahrwerkspants
Der obere Spant wird unter dem Steckungsrohr platz finden. Der untere wandert ins Rumpfheck
Die Spanten welche später die Tankanlage aufnehmen.

Am Rumpf wurde auch schon eine Kleinigkeit getan. So sind hier die Öffnungen für die heiße Motor und Dämpferluft, die Öffnung für den Dämpfereinschub sowie eine Serviceöffnung, gefräßt worden. Die Schlitze, durch die später das Fahrwerk eingeschoben wird sind auch schon gesetzt.

Die Servieöffnung. Durch diese wird später die Zündung sowie das Gasservo zu erreichen sein
Die Schlitze für die warme Dämpferluft
Die Schlitze für die Fahrwerksbeine lassen erkennen, wo später der Fahrwerksspant sitzen wird
Die Schlitze für die warme Motorluft in der Motorhaube

Mitlerweile sind alle Spanten im Rumpf verklebt und das Fahrwerk verschraubt. Endlich rutscht der Rumpf nicht mehr auf seiner Unterseite über das Baubrett. Die Spanten sind nur an den Klebeflächen von dem Trennmittel der Herstellung befreit und angeschliffen worden. So lässt sich, nach dem das Harz getrocknet ist, verschmiertes Harz besser entfernen. Aber dafür glänzen sie halt noch nicht. Egal. Hier die ersten Fotos.

Der Heckspant wurde mittig auf das ca. 10cm breite CFK Uniband gesetzt
Das Steckungsrohr wird durch diese zwei Spanten gut abgestützt. Der Dämpferspant ist auch zu erkennen
Der obere Spant nimmt später den Spant für die beiden Tankflaschen auf. Dieser wird dann mit 5 M3 Schrauben gehalten
In diesem Spant werden die Tankflaschen an ihrem vorderen Ende gehalten
Das Fahrwerksbrett wurde mit 30 CFK Rovings, pro Seitte und je zwei Lagen 160gr. Glas, mit dem Rumpf verklebt.

Irgendwie hat es mich jetzt zu den Leitwerken gezogen, anstatt am Rumpf weiter zu machen. Begonnen wurde mit dem Seitenleitwerk. Hier hatte der Hersteller bereits die Nasenleiste verklebt und sauber, rund, verschliffen. Nur was soll man mit einer runden Nasenleiste, wenn kein Bowdenzugrohr für eine Hohlkehlenlagerung integriert ist? Welche Möglichkeiten bleiben einem da? Ganz einfach! Entweder, man ändert die runde Nase auf eine spitze Nase ab und benutzt normale Flachscharniere. Man lässt die Nase rund, feilt Schlitze in die Nase und benutzt Hohlkehlen-Stiftscharniere. Beide Möglichkeiten schieden aus, da ich das Seitenruder gerne schnell und einfach demontieren können möchte. Bei den Flachscharnieren ist mir die Fummelei mit dem 1,4mm Stahldraht, über die gesamte Länge des Ruders zuwieder. Bei den Stiftscharnieren, hätte auch ein Bowdenzugrohr im Leitwerk installiert seien müssen, da diese ja tief im Ruder versenkt eingebaut werden würden und man so auch keinen Stahldraht mehr eingefädelt bekommen würde. Also wurde kurzer Hand, die komplette Rudernase, samt Ausgleichsflosse, mittels Bandsäge abgetrennt. Jetzt kann man ein Bowdenzugrohr, mittig auf das Ruder kleben. In diesem Fall benutze ich ein Bowdenzugrohr mit 3mm aussen,- und 2mm Innendurchmesser. Jetzt wird das ganze, mit 3mm Balsaholz "verkastet". Als nächstes wird die komplette Nase wieder aufgeleimt. Nachdem alles getrocknet ist, muss nurnoch alles fein verschliffen werden.

Hier kann man sehen, wie es vor dem Schnitt ausgesehen hat. Leider war hier der Schnitt schon getätigt, also die Phantasie benutzen!
Die abgetrennte Nase samt Ausgleichsflosse
Das Bowdenzugrohr wurde mittels Sekundenkleber, oben und unten, geheftet...
... und mittels 3mm Balsa "verkastet" und richtig verklebt...
Hier wurde schon wieder die komplette Nasenleiste aufgeklebt

3 dieser Scharniere werden später mit der Abschlußleiste verklebt

Die Höhenruder sollen jeweils mit zwei Thunder Tiger DS 1015 Servos ausgestattet werden. Mit diesen Servos habe ich in meiner Thunder Tiger YAK 54 schon gute Erfahrungen gemacht. Deshalb greife ich auch hier wieder auf diese Servos zurück. Sie sind sehr Schnell, Spielfrei, und Stellgenau. So zu sagen, alles was man braucht. Ein ~30Kg Servo würde natürlich auch funktionieren, aber ich bin mehr für die "doppelte Sicherheit". Fällt ein Servo mal aus, kann "meistens" immer noch mit dem anderen, sicher, gelandet werden. Wie schon beim Rumpf erwähnt, wollte ich keine große "Vorfertigung" an dem Bausatz haben. Ich wollte so ziemlich alles nach meinem Geschmack erstellen. So auch bei den Höhenrudern. Hier wurde nur ein 40 X 40mm großes Loch, an der Stelle geliefert, an der ich es haben wollte. Ich wollte nämlich kein zweites Servo an der Aussenkante des Höhenruders haben. Alle "trägen Massen", sollten so nah an den Rumpf heran, wie möglich. Zuerst wurde also ein Servokasten erstellt, welcher mit 3mm Balsa, verkastet wurde. In diesen Kasten, wurde der Servorahmen, aus 6mm Pappelspeerholz eingeleimt. Die Seiten, vom Servorahmen bis zur oberen Beplankung, wurden anschliessend mit 5mm Balsa verkastet. So sitzen die Servos saugend an dem ihrem zugedachten Platz. Für die Ruderhörner wurden 30 X 25mm große "Hardpoints", bis zur oberen Beplankung, eingelassen. Damit diese besser der Ruderkontur angepasst werden konnten, wurden sie oben, mit 5mm Balsa verklebt. So kann alles gut miteinander verschliffen werden.

Saugende Passung der Servos im Schacht So "tief" sind die Servos in das Ruder eingelassen Die Anlenkpunkte mit samt den Ruderhörnern Die Schablone für die genaue Positionierung der Ruderhörner. Diese sind hier noch nicht gekürzt. Also nur zur Demonstration eingesteckt

Zwischendurch habe ich mal kurz noch den Servorahmen für die drei Seitenruderservos erstellt. Hier finden drei Hitec HS 5955TG Servos, sowie ein Aluminiumhebel, für die spätere Ansteuerung des Seitenruders Platz. Ich bevorzuge die Anlenkung des Seitenruders mit einem extra Hebel. So kommt keine "Zugbelastung", durch die gespannten Seitenruderseile, auf die Servoachse. Entstanden ist das ganze aus 3mm Pappelsperrholz, welches von unten, an den beanspruchten Stellen, verstärkt wurde. Da ich keine Lust hatte, die ganzen Sperrholzteile, mit CFK Gewebe zu beschichten, wurde die ganze Aufnahme kurzerhand mit Granit-Effektlack, lackiert.

So sieht das ganze aus
Der Aluminiumhebel von AirWild USA
Und hier schon lackiert

Nebenbei wollte ich mich um die Veriegelung der Kabinenhaube kümmern. Was waren meine "Forderungen"? 1. Ich wollte keine 4, oder mehr, Schrauben Lösung. 2. Ich wollte auch keine zwei Schrauben Lösung. 3. Am liebsten wollte ich gar keine Schrauben! Also wurde hin und her überlegt. Aber zu einem brauchbaren Ergebniss, bin ich nicht gekommen. Eine "Klapp-Lösung" mittels Kavan-Scharnieren und Schnellverschlüssen, wie sie von Seglern bekannt sind, schied aus. Das hält bei so einem großen Motormodell nicht. Kurz bevor ich aufgeben wollte und doch eine Schraub-Lösung anstand, stieß ich in einem Internet-Forum, auf "DIE" Lösung von Andreas Uecker. Ich hoffe, er ist mir nicht böse, dass ich "seine" Idee geklaut habe!? OK, für mein Modell habe ich die Sache ein klein wenig abgeändert. Aber im Großen und Ganzen, bleibt es gleich. So ist alles, was bei Andreas aus Edelstahl besteht, bei mir aus Messing. Aber ich wollte die Lösung so schnell wie möglich nachbauen und nicht erst groß neues Material bestellen und warten. Andreas spricht im Forum davon, dass seine Veriegelungsmechanik 64gr. wiegt. Meine ist deutlich größer und wiegt trotzdem nur 66gr. Über die eigentliche Entstehung dieser Veriegelung brauche ich hier nicht viel Schreiben. Wer sich dafür interessiert, kann alles im Thread von Andreas, nachlesen. Die Machart ist die gleiche.

3 Scharniere werden der Haube den nötigen halt geben
Die Scharniere bestehen aus 9 x 3mm Messing einer alten Flachstahlsteckung
Hier die kompletten Komponenten. Die Haken bestehen aus 3mm Stahldraht
Der Öffnungs- mechanismuss wird in einem 5mm Pappelsperrholz geführt...
...und ragt gerade 10mm aus dem Rumpf. Wenn alles lackiert ist, wird dieser kurze Stummel fast nicht mehr auffallen

Die fertige Verriegelung. Hier noch ohne die Feder, welche die Mechanik immer in Richtung "Zu" zieht
Diese Feder hält die Haube immer sicher geschlossen
Vorne und hinten sind 3mm Stahlstifte in den Scharnieren verklebt worden
Das mittlere Scharnier erhält eine Schraubverbindung
Es funktioniert! Alles lässt sich leicht klappen und wieder verriegeln

Ich wollte dann doch nichts "raus stehen" haben. So wurde der Stummel kurzerhand abgesägt...
...und ein "Spezial Werkzeug" angefertigt. Dieses steckt man in den Messing Vierkant...
... und zieht ihn nach hinten. Schon kann man die Kabine öffnen.

Mitlerweile hat auch der Motor seinen Platz eingenommen. Der Spinner - Rumpfübergang sollte selbst "Mr. Monk" zufrieden stellen. Absolut passende 3mm ringsum. Müller - Zündung, TSC System, Smokepumpe und Gasservo, finden auf dem Brett hinter dem Motorspant ihren Platz.

Zündung und Smokepumpe haben schon ihren Platz eingenommen
Man hätte natürlich die Haube polieren können für das Foto. "Hätte" aber auch nur
Der Spinnerübergang für "Mr. Monk"

Hier ein paar Bilder zum Motor-, Schalldämpfer- und Tank-, Einbau.

Richter Tankverschlüsse mit Festo-Verbindern und Verschlauchung.
Die Schläuche für den Smoke, Temperatur- sensoren sowie Hallgeber
Anschluss der Smokeleitung an den Krümmer.
Emcotec Power Smoke 600, Drosselservo, Müller-Zündung, Emcotec TMS System
Drosselservo sowie die Benzinleitung
Alles probehalber mal eingebaut und angeschlossen
Drosselhebel aus 2mm GFK


Hier die Technischen Daten des FLY-FAN Raven:

Spannweite: 3170mm
Länge: 2850mm
Gewicht:  
Motor: EVO 150 B2 mit Müller Zündung und EMCOTEC TSC System
Schalldämpfer: MTW TD 110K
Smokepumpe: EMCOTEC Powersmoke 600
Servos: Thunder Tiger DS 1015 sowie Hitec HS 5955
Stromversorgung: EMCOTEC DPSI Twin Maxi V2.0 Pro Bluetooth
Akkus 3 x KOKAM 3200mAh 2S1P (30C)
Empfänger: 2 x Robbe/Futaba R 6008 HS 2,4GHz

 

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