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Bau der 2,95m FLY - FAN Extra 300S

Hier zeige ich Euch den Bau einer FLY - FAN Extra 300S in der Competition Version. Diese Version wird Competiton genannt, da sie im gegensatz zu der normalen Version einige Besonderheiten aufweist. Da wäre z.B. der Rumpf. Dieser besteht bei der Competition Version komplett aus einem Kevlar, Carbon und Herex Sandwich welches im Vakuum erstellt wird. Die Motorhaube und die Kabinenhaube bestehen komplett aus Carbon wogegen die Radschuhe wieder komplett aus Kevlar gefertigt sind.Haupt und Heckfahrwerk bestehen ebenfalls aus purem "Sichtcarbon". Die Nähte aller Teile kann man getrost als "nicht Vorhanden" bezeichnen. Erhalten habe ich meine FLY - FAN Extra 300S direkt von Herrn Frantisek Sustek, Gründer und Inhaber der Frima FLY - FAN. Da er geschäftlich in Deutschland unterwegs war, kam er auf einen Sprung bei mir vorbei, um mir mein neues Modell Persönlich zu übergeben. Wie ich finde ein sehr netter Zug von Ihm. Auch wenn es um Sonderwünsche geht hat Herr Sustek immer ein offenes Ohr für seine Kunden. Das ist in der heutigen Zeit ja leider nichtmehr überall der Fall. Deshalb an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Herrn Sustek!

Ausgerüstet wird meine FLY-FAN Extra wie folgt. Als Motor kommt ein 3W 150i B2 QS mit den passenden 3W Dämpfern zum Einsatz. Die Stromversorgung übernimmt wie immer ein EMCOTEC DPSI RV mit den bewerten EMCOTEC LongGo LiPoly Zellen mit 3300mAh Kapazität. Für die Zündung kommt ein 1500mAh LongGo Akku zum Einsatz. Als Servos kommen auf allen Funktionen die Hitec 5945 zum Einsatz. Einzige Ausnahme ist hier das Seitenruder. Dieses wird von zwei Hitec 5745 angesteuert. Geliefert wurden die Servos von Hobby Direkt. Als Smokepumpe wird eine Don Harris eingebaut werden. Geklebt wird alles wieder mit den ZAP Produkten.

Rumpfvorderteil. Auf Wunsch werden dem Kunden diese Dämpferschächte bereits eingebaut
So sieht es im hinteren Rumpfbereich aus. Kevalr,Carbon und Herex wohin das Auge schaut
Das sind die Dämpferschächte von vorne
Die zweigeteilte voll Carbon Motorhaube
Die Steckungen für Flächen und Leitwerke sind ebenfalls aus Carbon. Auch hier wieder feinste Verarbeitung.

Auch die Zubehörteile die bei FLY - FAN für die Modelle erhältlich sind können sich sehen lassen. Da wären zum einen das Tankbrett, welches passend für die ebenfalls bei FLY-FAN erhältlichen DU-BRO Tanks angefertig wird. Das "Elektronik Montagebrett" für die 2 Seitenruderservos, das DPSI und die LongGo Akkus. Der aus "Sichtcarbon" hergestellte Spinner sowie die Anlenkungen der Ruderklappen. Diese sind aus Aluminium und entweder in Aluminiumfarben, Rot oder Grün Eloxiert erhältlich.

Das Tankbrett für die DU-BRO Tanks
"Elektronik" montagebrett
125mm Carbonspinner
Lüftungsbleche für die Motorhaube sowie Fahrwerks- Rumpfübergang Abdeckungen
Die angesprochenen Ruderhebel. Hier in Rot Eloxiert

Jetzt sollte es also losgehen mit dem Bau der Fly - Fan Extra 300S. Begonnen habe ich mit dem Einbau aller Servos in die Flächen und den beiden Höhenrudern. Da in diesen Bauteilen schon alles für den Einbau der Servos vorbereitet war, blieb mir nurnoch das anfertigen der Servokabelverlängerungen und das einschrauben der Servos. Jetzt wurden die von Fly - Fan gelieferten Ruderhebel in die schon vom Hersteller vorbereiteten Hartholzdübel in Querr und Höhenruder eingeklebt. Diese Arbeiten wurden mit 30 Minuten ZAP erledigt. Anschliesend wurden die Anschlüsse der Ruderhebel auf diese aufgeschraubt, auf gleiche Höhe zum Drehpunkt des Ruders eingestellt und mit einer selbstsichernden Mutter der größe M5 gegen verdrehen gesichert. Als nächstes wurden auf die blauen Aluhebel der Hitec Servos, GFK Verlängerungen von Modellbau Ulrich aufgeschraubt. Die Aluhebel verschwinden komplett in den GFK Hebeln und ermöglichen so einen absolut sicheren Kraftschluss. Danach wurden die Servogestänge angefertigt und die Servos mit dem Programiergerät von Hitec auf absoluten Gleichlauf programiert.

Einer der im Text angesprochenen Ruderhebel
Die Servohebel verlängerungen
Eine komplette Anlenkung. Hier die eines Höhenruder servos
Die 100mm Ruderscheibe für die Seitenruder anlenkung
Die Servokabel wurden alle wieder mit Spiralschlauch geschützt

Nachdem also jetzt die Flächen und Leitwerke einsatzbereit waren, ging es an den Einbau des Motors und der Schalldämpfer. Die Schalldämpfer wollte ich bei diesem Modell in entsprechende Tunnel einbauen. Diese werden auf Wunsch direkt im "Werk" , für einen geringen Aufpreis, mit eingebaut. Also war der Schalldämpfereinbau auch schon wieder Geschichte. Einfach ein paar Silikonschlauchstücke mit Bindedraht um die Schalldämpfer gewickelt und diese dann in den Tunnel geschoben, fertig. Um den Motor, in meinem Fall ein 3W 150, auf die passende Einbaulänge zu bekommen, musste ich mir 4 Abstandshülsen mit einem Durchmesser und einer Länge von 15mm anfertigen lassen. Diese sind aus Aluminium und haben eine 6mm Bohrung in ihrer Mitte. So passt der Spinner absolut "saugend" an die Motorhaube. Befestigt wurde der Motor wieder auf Stehbolzen. Diese sind ganz einfach herzustellen. Man nimmt eine M6 Einschlagmutter und schraubt eine M6 Edelstahlschraube von hinten in diese ein. Zur sicherung wurden die Schrauben mit Loctite Endfest in die Muttern geschraubt. Jetzt kann man diese Einheit wieder von hinten durch den Motorspant stecken und von vorne mit einer M6 Mutter in den Spant einziehen. Jetzt die Mutter wieder entfernen, Motor aufstecken und mit selbstsichernden Muttern befestigen. Damit sich die Einschlagmuttern nicht im Motorspant lösen können, habe ich die Stehbolzeneinheit noch mit etwas Harz von hinten gesichert. Wenn der Motor entgültig am Rumpf verschraubt ist, muss die Motorhaube angepasst werden. Dafür muss ein kleiner Schlitz an der, in Flugrichtung gesehen, linken Seite der Motorhaube gemacht werden. Ansonsten würde der Zündkerzenstecker dort anstehen.

So sehen die endgültigen Abstandhülsen für den Motor aus
Anpassarbeit des unteren Motorhaubenteils an den Motor. Hier ist der Motor noch auf einem Versuchsabstands halter aus Holz montiert
So passt der Spinner später an die Haube
Der kleine Schlitz für den linken Zündkerzen stecker
Eingeschobene Dämpfer und angelenkter Vergaser

Weiter sollte es jetzt mit dem Innenausbau des Rumpfes gehen. Leider gibt es darüber nicht wirklich viel zu erzählen. Aber ich versuchs mal. Als erstes wurde das CFK/Balsa Sandwichbrett für die beiden Tanks eingeklebt. Danach des Sandwichbrett für die RC Anlage. Beide Brettchen wurden pro Seite mit 8 CFK Rovings an der Rumpfinnenseite verklebt. Jetzt wurden die Tanks an ihren Bestimmungsort gesetzt. Als nächstes konnte ich jetzt das DPSI, die beiden LongGo Akkus und die beiden Hitec 5745 Seitenruderservos an ihren Platz verfrachten. Die CFK Scheibe für die Seitenruderanlenkung hat mir freundlicherweise ein bekannter Modellfliegerkollege gefräst. Herzlichen dank nochmal Sven. Das DPSI und die LongGo Akkus sind wie folgt auf dem Brett montiert. Abstand der Befestigungslöcher ermitteln und diese auf das Brett übertragen. Jetzt ein 4mm Loch an den entsprechenden Stellen bohren. Nun steckt man, von unten, jeweils eine M4 Kunststoff oder Aluminium Schraube durch die Löcher und steckt gleichzeitig ein ca. 3cm langes Stück Tygonschlauch auf die Schrauben. Jetzt kann man die Akkus und das DPSI auf diese Schlauchstücke setzen und wieder von oben eine M4 Kunststoff oder Aluminium Schraube in den Schlauch stecken. Es muss aber darauf geachtet werden, dass zwischen der oberen und der unteren Schraube mindestens 3 mm Luft bleiben. So kann alles frei Schwingen und die wertvolle Elektronik wird bestens geschützt.

So sind beide Sandwich brettchen im Rumpf verklebt
Hier haben schon das DPSI und die beiden LongGo´s platz genommen. Weiterhin kann man die Ladebuchsen der Akkus gut erkennen
Alles mal aus einer anderen Perspektive
Hier schon mit eingebauten Servos. Die verbindungen der beiden Seitenruderservos fehlt noch. Die Seile sind auch noch nicht am Seitenruder angeschlossen
Hier die schöne Ruderscheibe die ich im Text erwähnt habe.

Nun war das Modell sogut wie fertig. Alle Kabel wurden jetzt ordentlich verlegt und gesichert. Die Kabeldurchführungen wurden alle mit aufgeschnittenem Benzinschlauch (als Kederband) verkleidet und für die Verbindung der Querruderservos mit dem Rumpf wurden die MPX Stecker im Rumpf eingebaut. Für die Temperaturüberwachung des Motors im Flug wurde noch an beiden Zylindern ein Temperatursensor von Helitron installiert. Mit diesem kleinen und nur 13g schweren Gerät, lassen sich die höchste, die niedrigste und die aktuell Temperatur speichern und nach der Landung ablesen. So kann man seinen Motor sehr gut Einstellen und vor Überhitzung schützen. Jetzt konnte die Motorhaube entgültig auf den Rumpf geschraubt werden.

So verlaufen die Kabel für die Höhenruder servos im Rumpf nach hinten
Die angesprochene Verbindung der Querruderservos mit den MPX Steckergehäusen
An diesem 3mm Holzbrettchen hängt die Zündung auf 11mm Abstands haltern.
Hier kann man die Kabel des Temperatur sensors vom Linken Zylinder erkennen.
So sieht der Linke Kerzenstecker unter der Haube aus. Er schliest bündig mit der Kontur der Haube ab.

Das Finish sollte einfach und schnell zu erstellen sein. Deshalb habe ich alles, auch den GFK Rumpf und die Kabinenhaube, mit Oracover Bügel -, sowie Klebefolie beklebt bzw gebügelt. Für alle Farben habe ich mir Schablonen aus Pappe erstellt und danach die Folie ausgeschnitten und aufgebracht. Wie ich finde, eine einfache aber wirkungsvolle Methode. Die Luftaustrittsbleche an der Motorhaube sind die einzigen lackierten Teile an dem gesamten Modell. Diese wurden mit Aluminiumfarbe und anschliesend mit Klarlack lackiert.

Hier eines der angesprochenen Luftaustritts bleche der Motorhaube
Rumpf - Fahrwerks - übergang

'
Das fertige Modell mal von hinten...


... mal von oben ...



... und mal von der Seite


Diese deutsch / isländische Freundschaft ist entstanden, als ich für 3 Wochen dort zu Gast war.
Auf einem Flugtag in Island. Auftanken für den nächsten Flug


Vorbeiflug im Harrier.





Fachsimpeln mit einigen Isländern.




Kurz vor der Landung im Harrier.



Hier jetzt nochmal die technischen Daten des Modells:

Spannweite: 2,95m
Länge: 2,65 m
Gewicht: 16,2 Kg
Motor: 3W 150i B2 F QS / später dann ZDZ 160 B2 Champion
Schalldämpfer: BMB - Schalldämpfer
Smokepumpe: Don Harris USA
Servos: Hitec Digital
Stromversorgung: Emcotec DPSI RV, 2 St. Emcotec LongGo LiPoly 3300mAh
Empfänger: Futaba R 149 DP

Ein kleines Video zum Modell gibt es hier:

Für Fragen stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung. Einfach hier Klicken für den Kontakt.

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©2004, 2005 Olaf Sucker